Ja für eine komfortable und schnelle Veloverbindung – Harald Friedl

Ja für eine komfortable und schnelle Veloverbindung

Hier (rot) könnte der Veloring einst entlang führen

Der Veloverkehr geniesst in Basel ein hohes Ansehen und hat in den letzten fünf Jahren um rund 18 Prozent zugenommen. Die Stadt liegt denn auch bei nationalen Velo-Rankings regelmässig weit vorne. Auf diesen Lorbeeren dürfen wir uns aber nicht ausruhen.

Der Veloring ist der erste und längst fällige Umsetzungsschritt im Zuge des Teilrichtplans Velo aus dem Jahr 2013. Der Veloring schafft ausser dem Zollisteg keine neuen Veloverbindungen. Er stellt aber eine gut signalisierte und deutlich erkennbare Veloroute dar, auf der Velofahrende jeglichen Alters sicher, komfortabel und zügig vorwärts kommen können und macht somit das ganze Velonetz der Stadt attraktive. Der Veloring hat gar das Potenzial zu Basels touristischem Aushängeschild als Velostadt zu werden.

Von Referendumsseite wird oft behauptet, dass der Veloring zu teuer sei und den restlichen Verkehr behindere. Das Gegenteil ist wahr. Die aktuelle Vorlage sieht keine neuen T30-Strecken vor und betrifft auch kaum Hauptachsen des Autoverkehrs wie oft kolportiert wird. Zudem werden Autos und Velos an den Kreuzungen gleich behandelt und für den öV bleiben die Vortrittsberechtigungen unangetastet. Der bereits beschlossene Zollisteg, der den problematischen Dorenbach-Kreisels umgeht und eine attraktive Verbindung zwischen Gundeli und Bachletten bringt wird auch für Fussgänger/innen begehbar sein. Auch öV und übriger Verkehr werden vom Veloring profitieren, wenn mehr Leute auf das Velo setzen. Denn mehr Veloverkehr heisst weniger Autos und damit flüssigeres Fahren für verbleibenden Auto- und Lieferverkehr.

Die letzten namhaften Investitionen ins Basler Velonetz liegen Jahre zurück und es ist an der Zeit, den nächsten Schritt zur Velostadt zu machen. Die 25 Mio. für den Veloring ohne Sevogelsteg sind, verglichen mit Investitionen in Auto- und öV-Projekte, gut investiertes Geld. Für dieses sinnvolle Projekt setzt sich daher ein breites Komitee von wirklich wirtschaftsfreundlichen Verbänden und Parteien ein.

31. März 2017 von Harald Friedl
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